Montag, 12. Februar 2018

Geheimnis der Götter: 2.Flammen der Befreiung von Saskia Louis

Flammen der Befreiung (Fantasy, Liebe, Abenteuer) (Das Geheimnis der Götter-Reihe) von [Louis, Saskia]
Geheimnis der Götter: 2.Flammen der Befreiung von Saskia Louis
Erschienen am: 25.11.2017
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS
ISBN: 9783960872429
Seitenanzahl: 307 Seiten
Genre: Fantasy
Inhalt:
Auf ihrer Reise, um Rebellen aus der vierten Mauer zu befreien, kommen Nym immer mehr Erinnerungen zurück. Hat sie sich vorher gewünscht endlich zu wissen wer sie ist, ist sie sich immer mehr unsicher, ob sie es wirklich wissen will- scheint sie doch eine schreckliche Person gewesen zu sein. Gleichzeitig entwickeln sich zwischen ihr und Levi Gefühle, doch ihr Wissen sagt ihr, dass sie ihn eigentlich nicht mögen sollte.
Jeki, ein erster Offizier unter den Göttern, ist derweil immer mehr in Aufregung. Api, der Gott der Vergeltung, möchte die Ergreifung der Rebellen und scheint ihm einiges über den Auftrag seiner Verlobten zu verschweigen. Die Rebellen hingegen entkommen ihm immer wieder knapp, doch ist ihre Identität wirklich so geheim? 
Als Nym und ihre Begleiter am Ende ihrer Reise scheinen, kommen die Erinnerungen zurück...

Meine Meinung:
Auch der zweite Band hat mich vollkommen für sich eingenommen. Wie schon der erste Band, entführte er mich in eine andere Welt voller Liebe und Magie.
Die Charaktere werden alle gut beschrieben, jedoch enthalten sie immer ein paar Geheimnisse, sodass die Identität Nyms zwar vermutet werden kann, jedoch nicht zu früh gelüftet wird. 
Die Vermutungen lassen gleichzeitig weitere Fragen aufkommen, wie es den weiter gehen könnte, sodass man am Ende angekommen, gleich weiterlesen möchte.
Mein einzige Kritikpunkt ist die Flucht, so hatte ich den Eindruck, dass die Anwesenheit der Gruppe für die Flucht nicht von Belang war. Im Gegenteil scheint diese die Situation verkompliziert zu haben. Dennoch fand ich die Geschichte sehr schön, versteift man sich nicht auf den einen Punkt, erlebt man eine wunderschöne Reise begleitet von vielen Gefühlen.

Geheimnis der Götter: 1.Funke des Erwachens von Saskia Louis

Funke des Erwachens: (Fantasy, Liebe, Abenteuer) (Geheimnis der Götter-Reihe) von [Louis, Saskia]
Geheimnis der Götter: 1.Funke des Erwachens von Saskia Louis 
Erschienen am: 28.08.2017
Verlag : DIGITALPUBLISHERS_Verlag
ISBN: 9783960872818
Genre: Fantasy
Inhalt:
Ohne Erinnerungen an sich selbst wacht Nym im Land der Gottlosen auf- über ihr ein junges Mädchen, Liri, eine Wahrheitsleserin. Schnell kommen auch Liris Bruder, Levi, und ein Freund dazu. Vom ersten Blick an weiß Nym alles über die neuen Gesichter und das Land um sie herum, doch ihre Vergangenheit bleibt im Dunkeln.
Ein Hin und Her beginnt zwischen Nym und dem Frauenheld und zweiten Offizier Levi, während sie sich auf den Weg machen ins Land der Götter. Doch nicht nur die zwiespältigen Gefühle Levi gegenüber lassen sie nicht in Ruhe, sondern auch die kleinen Informationen, die sie zu sich selbst zurückbekommt.
Doch auch die Sicht der Anhänger der Götter lernt man kennen.

Meine Meinung:
Der erste Band der Reihe "Geheimnis der Götter" hat mich von den ersten Seiten ab begeistert. Ich konnte es nicht aus den Händen legen und habe dieses und den zweiten Band an einem Tag durchgelesen.
Abenteuer, Magie und Liebe begleiten die Reisenden auf ihrem Weg, doch kommt auch der Humor nicht zu kurz. Dabei lernt man die Charaktere aus verschiedenen Sichten kennen. Schnell stellt man fest, dass beide Seiten sympathisch wirken und man kann sich nie so richtig entscheiden, wer denn nun das richtige tut. Meine Favoriten sind die Bewohner von Asavez, die Gottlosen. 
Die Spannung wird durch die unbekannte Identität Nyms immer hoch gehalten, doch erhält man auch die Chance mit zurätsel - wer sie denn nun sein könnte. Im Laufe der Geschichte gibt es jedoch noch weitere Fragen, die die Spannung weiter aufheizen. 
Ein in meinen Augen wunderbares Buch, welches ich an jeden Fantasy und Liebesroman Leser weiterempfehlen kann.

Samstag, 13. Januar 2018

The Chosen One:2.Der Aufstand von Isabell May

The Chosen One - Der Aufstand: Band 2 von [May, Isabell]
The Chosen One:2.Der Aufstand von Isabell May
Erschienen am: 12.12.2017
Verlag: beBEYOND by Bastei Entertainment
ISBN: 9783732552504
Seitenanzahl: 233 Seiten
Genre: Fantasy
Inhalt:
Skadi und die anderen Begabten machen sich auf die Suche nach den Rebellen. Hierfür durchsuchen sie einige Dörfer und eine Stadt. Doch schon kurz danach gerät Skadi in große Gefahr, als die Jäger der Regentin auftauchen. Die anderen begeben sich auf die Suche nach ihr, eine aussichtslose Situation so scheint es. Doch sie haben einen Plan Skadi zu retten und die Regentin zu stürzen.

Meine Meinung:
Zum Anfang fiel es mir leider schwer in das Buch einzutauchen. Immer wieder stieß ich auf Ungereimtheiten oder empfand den Schreibstil zu abgehackt. An einigen Stellen hätte man die Handlung ausdehnen können, andere Stelle waren hingegen in die Länge gezogen, obwohl sie keine Spannung beinhalteten. Dies wurde zum Ende hin besser, jedoch tauchten auch hier Ungereimtheiten auf. 
Wurden einige Geheimnisse aufgeklärt, fehlten mir an einigen Stellen Ausführungen. So zum Beispiel der Hintergrund über Skadis Onkel. Wie konnte er seine leibliche Schwester kennen, wo doch die Familien Kinder zugewiesen bekamen und Ausersehene von Anfang an in keiner Familie aufgenommen wurden? 
Auch die Hintergründe der einzelnen Charaktere blieben oberflächlich. So habe ich mir nach dem ersten Teil erhofft, dass sie mehr in den Vordergrund gerückt werden. Nach den zwei Büchern, habe ich das Gefühl gehabt keinen wirklich kennengelernt zu haben. Skadi blieb das ängstliche, verliebte Mädchen zwischen Jaro und Finn stehend, die anderen hingegen blieben Schemen.
Auch hat mich gestört, dass der Klappentext einen Kampf Skadis um die Liebe Jaros angekündigt hat, das Buch jedoch gerade ein paar Seiten lang eine unbegründete Eifersucht auf eine andere Frau beschreibt.  Eher könnte man um einen ungeführten Kampf Jaros um Skadi sprechen. Da Skadis Gefühle zu Finn mir doch stärker vorkamen, als dies für eine Freundschaft normal wäre.
Der Sturz der Regentin war ebenfalls enttäuschend, zwar war dieser spannend gestaltet, aber ergab es für mich keinen Sinn, dass die Regentin zum einen nicht von den Protagonisten gestürzt wurde zum anderen habe ich mich immer wieder gefragt, warum die Meeres-Magier es nicht schon vorher versucht haben, als sie noch mehr gewesen sind. Die Regentin wird immer als die mächtigste Magierin beschrieben, eine die sehr viele mächtige Magier auf ein Mal ausgelöscht hat. Zum Ende hin lässt sie sich jedoch zu einfach besiegen.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Der Fluch des Feuers von Mark de Jager

Der Fluch des Feuers von Mark de Jager 
Erschienen am: 24.11.2017
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9783404208913
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: Fantasy

Inhalt:
Ohne Erinnerungen wacht Stratus auf einem Feld auf. Gerade erst zu sich gekommen, gerät er auch schon in Gefangenschaft. Aus der Not heraus muss er handeln, um zu überleben. Dies führt nicht nur zu seiner Freiheit, sondern auch zu einigen Erkenntnissen über sich. Doch scheinen diese beängstigend. Könnte er ein Dämon sein? Oder trägt er in sich eine Bestie?
Als er im Laufe seiner Ermittlungen zu seiner Identität stößt er immer wieder auf Namen, die ihn ihm die Bestie zu wecken scheinen. So auch eine junge Frau, die in irgendeiner Weise mit seinem Schicksal verbunden zu sein scheint.
Doch nicht nur seine Identität stellt ihn vor große Geheimnisse, auch ist das Land mitten im Krieg mit einem dunklem Zauberer, der begleitet wird von einer Armee Nekromanten.

Meine Meinung:
Die Anfänge des Romans haben mir sehr gut gefallen. Ein anti-sympathischer Held ohne Erinnerungen auf der Suche nach seiner Herkunft hat mein Interesse sofort geweckt. Doch aus den interessanten Handlungen wurden immer mehr innere Monologe. Begleitet wurden diese von einigen unlogischen Geschehnissen. Auch traf man als Leser immer wieder auf unappetitliche Beschreibungen, die mich jedoch nicht gestört haben, da sie zur Geschichte gepasst haben.

Eine Fähigkeit von Stratus war es das Wissen und Innere von Menschen in sich aufzusaugen und zu nutzten. Dies tat er auch relativ am Anfang des Buches mit einem Soldaten. Doch blieb es leider im ganzen Geschehen nur bei diesem einen. Den Rest des Romans bevorzugte der Autor Stratus raten zu lassen oder sich eigene lange Gedanken führen zu lassen. Die aufgesaugten Erinnerungen schienen mir ebenfalls nicht immer schlüssig. Ab und an wusste Stratus keine Antwort auf die einfachsten Dinge, jedoch fiel ihm das Wissen über Magie im Laufe der Zeit von ganz allein ein.
Des Weiteren wurde immer wieder erwähnt, dass er ein mächtiger Hexer mit riesigen Ausmaßen war. Doch sobald es in den Kampf ging, hatte ich das Gefühl, dass er nach einem kleinen Zauber vollkommen ausgelaugt war. Seine Ausmaße schien er ebenfalls nicht kontrollieren zu können. In den Kampf rasend wurde er mit unglaublicher Schnelligkeit nieder gerungen.

Seine Gefährtin konnte ich hingegen nachvollziehen. Ihre Handlungen waren mir meist logisch erschienen, auch wenn ich nicht nachvollziehen konnte, weshalb sie ihm so schnell vertraut hat. Die Gespräche zwischen Stratus und ihr, hätten einen normalen Menschen verraten, dass Stratus nur Probleme mit sich bringt.

Die anderen Charaktere wurden mir zu wenig beschrieben. Sie waren sehr oberflächlich und hatten keine steten Charakterzüge. So zum Beispiel Jovar, der zu Anfang ruhig und vorsichtig wurde. Dann jedoch für sich vollkommen untypisch herumschrie, während Stratus ihre Feinde bekämpfte. Die Situation erschien mir im ganzen seltsam, da ich nicht nachvollziehen konnte, weshalb sie Stratus aufhalten wollten die lebenden Leichen zu bekämpfen.

Alles in allem hat mir der erste Band der Reihe nicht zu gesagt. Die vielen Monologe waren ermüdend und rangen wortwörtlich die Spannung nieder. Sodass ich gehäuft keine Lust auf das Weiterlesen hatte. Doch besonders das Wissen und Unwissen von Stratus trug dazu bei. Es erschien mir immer so gewählt, wie es dem Autor am besten passte. 

Samstag, 18. November 2017

Die Reise der Amy Snow von Tracy Rees

Titel: Die Reise der Amy Snow 
Autorin: Tracy Rees
Erschienen am: 14.03.2016
Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
ISBN: 9783548289809
 496 Seiten
Genre: Roman

Inhalt:
Als Säugling im Schnee gefunden wächst Amy Snow bei den hochangesehenen Vennaways auf. Aurelia, die einzige Tochter der Familie, sieht Amy als Schwester und wünscht sich ein schönes Leben für die kleine Amy. Doch ihre Eltern erniedrigen ihren Schützling bei jeder Gelegenheit. Als Aurelia verstirbt, übermacht sie Amy einen Brief, der diese auf eine lange Reise quer durch das Land führt. Unterwegs lernt Amy nicht nur gute Freunde Aurelias kennen, sondern auch streng gehütete Geheimnisse, die sie vor Aurelias Eltern bewahren muss. Von Liebe und Neugier getrieben versucht Amy die Trauer zu überwinden, doch die Geheimnisse und Rätsel lassen sie an der Reise und ihrer Freundschaft zu Aurelia zweifeln.

Meine Meinung:
Die Geschichte Amys fängt schon zu Anfang, durch das Geheimnis des Briefes und die unbekannte Herkunft Amys, spannend an. Die Lüftung beider wird lang hinausgezögert, sodass die Lust auf das Buch nicht gänzlich vergeht. Doch leider gibt es keine weiteren großen Geheimnisse auf Amys Reise, auch die Auflösung der oben genannten erwies sich als enttäuschend.
So habe ich die Auflösung der vielen Briefe hingenommen, war jedoch nicht gerade überrascht. Die Lösung war einfach zu nahe liegend. Die Herkunft Amys dagegen war auf wenigen Seiten am Ende des Buches zusammengefasst. Nicht nur die knappe Erzählweise, die eher den Eindruck erweckte, dass die Autorin das Buch schnell abschließen wollte, sondern auch die Lösung selbst war einfach furchtbar. Es war die einfachste Lösung, die man hätte wählen können, sodass es alles andere als eine Überraschung gewesen ist.

Auch fand ich die Rätsel, mit denen Aurelia Amy durch das Land schickte, nicht immer zum miträtseln geeignet waren. Schön war es, dass sie an das Leben Amys und Aurelias anknüpften, doch konnte man trotz sehr vieler Rückblicke, die ich nach einiger Zeit eher ermüdend fand, keine wirklichen Anhaltspunkte gewinnen.

Die Geschehnisse der Reise spiegelten wieder wie die viktorianische Gesellschaft dachte und handelte. Doch fühlte ich mich hier wieder wie bei den Rückblicken, es waren zu viele Plaudereien, Spiele und zu viel Etikette. So gab es kaum aufregende und abenteuerliche Momente, trotz Amys Alleingängen. So macht sie sich in einer gefährlichen Zeit alleine auf Städte zu erkunden, fremde Personen zu treffen und einiges mehr, trifft jedoch nie auf Halunken, obwohl das Reisen damals ein nicht zu seltener Todesgrund waren.
Auch konnte ich Amys Gedanken und Taten nicht immer verstehen. Immer wieder hat sie Stimmungsschwankungen, ändert ihre Meinung, ist stur und gleichzeitig Aurelia vollkommen ergeben, obwohl sie sich gleichzeitig ein eigenes, freies Leben wünscht. Besonders das Streitgespräch zwischen ihr und Henry empfand dich als vollkommen absurd, da Amys Argumentationen sinn frei waren.

Die Reise der Amy Snow kann ich jedem empfehlen, der ein ruhiges Abenteuer, mit ein wenig Liebe und nicht zu viel Logik lesen möchte. Für mich persönlich enthielt es zu wenig Spannung, sodass ich es immer wieder zur Seite gelegt habe.


Donnerstag, 26. Oktober 2017

Die Chronik der Verbliebenen:3.Die Gabe der Auserwählten von Mary E. Pearson

Titel: Die Chronik der Verbliebenen:3.Die Gabe der Auserwählten 
Autorin: Mary E. Pearson
Erschienen am: 26.10.2017
Verlag: ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG
ISBN: 9783846600528
Seitenanzahl: 350 Seiten
Genre: Liebe/ Jugendbuch
Inhalt:
Der dritte Band setzt bei den Geschehnissen des zweiten Bandes an. Lia ist schwer verletzt worden, sodass die Gruppe sich verstecken muss. Doch einer Eingebung nach drängt es Lia nach einem Aufbruch. Sie ist sich sicher, dass sie bereits verfolgt werden. 
Auf ihrer Reise treffen sie auf Kaden und Griz, die ihnen wohlgesonnen scheinen. Doch Rafe spürt die Verbindung zwischen Kaden und Lia.  
Schon nach kurzer Zeit erreichen sie den Stützpunkt. Doch Lia wird enttäuscht, als sie Rafes doppeltes Spiel durchschaut.

Meine Meinung:
Auch ich bin über die Spaltung des finalen Bandes etwas enttäuscht. So ist der dritte Band der schwächste von den bisher erschienenen. Zu lang wird die Reise und die Zeit auf dem Stützpunkt beschrieben, in der kaum etwas geschieht. So entsteht trotz guter Ideen nur wenig Spannung. Trotz einiger Lücken hat mir der dritte Band gut gefallen.

Die Entwicklung der Charaktere ist nicht all zu überraschend. So erschien mir Rafe schon von Anfang an unsympathisch. Im zweiten Band konnte ich Lias Liebe zu ihm überhaupt nicht nachvollziehen. Ein egoistischer und unsensibler Kerl, der aber ein paar gute Seiten an sich hat. Während des dritten Bandes konnte ich ihn von Seite zu Seite immer weniger leiden. Ich hatte den Eindruck, dass er Lia nicht als Mensch, sondern als seinen Besitz ansah und keine hohe Meinung von Frauen hatte. Lias Liebe zu ihm kann ich mir immer noch nicht wirklich erklären, außer dass sie blind vor Liebe sei muss.
Schade fand ich es, dass Kaden nicht näher beleuchtet wurde. Gerne hätte ich mehr seiner Gedanken mitgeteilt bekommen, da ich anfangs das Gefühl hatte, dass er Lia am liebsten umgebracht hätte. Seine Kehrtwende ist mir zu schnell vonstatten gegangen. 

Lias Gabe wurde leider wieder nicht näher beleuchtet. Bis jetzt habe ich von dieser noch nicht viel gemerkt. All ihre Eingebungen scheinen mir mehr einem Bauchgefühl zu gleichen.


Samstag, 21. Oktober 2017

Die stille Kammer von Jenny Blackhurst

Titel: Die stille Kammer 
Autorin: Jenny Blackhurst
Erschienen am: 15.05.2015
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9783404172191
Seitenanzahl: 446 Seiten
Genre: Krimi und Thriller
Inhalt:
Susan versucht sich ein neues Leben in einer ruhigen Kleinstadt aufzubauen, als sie ein Foto von einem kleinem Jungen bekommt. Auf der Rückseite steht: "Dylan 2013". In diesem einen Moment verändert sich erneut ihr bisheriges Leben. Dylan war ihr Sohn, den sie vor vier Jahren ermordet haben soll. Doch nun auf dem Foto wird behauptet, dass er am Leben ist. 
Erst von einem Scherz ausgehend, gerät sie zunehmend mehr ins Visier eines Unbekannten, der die Vergangenheit wieder aufrollt. Mit ihrer besten Freundin und einem Reporter, Nick, macht sie sich auf den Weg das Geheimnis um ihren Sohn aufzuklären. 
In Rückblicken erlebt man das Leben von einigen Jungs, die schon in jungen Jahren auf die schiefe Bahn kommen, klauen und trinken. Zunehmend werden sie herrschsüchtiger und feiern immer mehr Partys. Ihr Anführer, namens Jack, rettet Shakespeare vor ein paar Schläger und gewinnt ihn dadurch als sehr guten Freund. Doch dafür fordert er striktes Gehorsam. 

Meine Meinung:
Das Cover ist wunderschön gestaltet. Der Schmetterling scheint zu glitzern und sticht daher aus dem eher geheimnisvoll wirkenden Hintergrund heraus. So ist mir das Buch sofort aufgefallen.
Auch der Schreibstil ist angenehm. Jedoch gab es zu viele Wiederholungen. Immer wieder wurde beispielsweise erwähnt, dass sie ihren Sohn umgebracht hätte, so hatte ich ein wenig das Gefühl, dass einfach nur Seiten gefüllt werden sollten.
Auch gab es anfangs ein wenig zu viele Namen in dem Rückblick, sodass ich nicht immer wusste, wer gerade spricht oder angesprochen wird. Schwierig wurde es durch den häufigen Wechsel zwischen Vorname, Nachname und Spitzname. Doch nach einigen Kapiteln legte sich dies, da keine weiteren Namen hinzukamen.

Die Handlungen haben mir bis zum letzten Drittel des Buches gut gefallen. Zwar wusste ich nach nur einem Drittel des Buches wer hinter den "Attacken" steckt, wodurch die Spannung ein wenig an Kraft verlor, dennoch wollte ich weiterlesen, um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Schließlich gab es auch noch ungelüftete Geheimnisse. Diese wurden in dem letzten Drittel aufgeklärt. Leider war ich einfach nur enttäuscht, als ich diese las. Vollkommen überspitzt und mit vielen Ungereimtheiten wurde es einfach absurd. *Spoiler*Susans Exmann,  Mark, gehörte einer Bruderschaft an, die junge Frauen zeremoniell vergewaltigte. Als er diese aus Liebe zu seiner Verlobten verlassen wollte, betäubte Jack sie, ließ sie ebenfalls vergewaltigen und von Mark töten. Aber weil dies nicht reicht, geschah dies auf Anlass von Jacks Cousine, da sie und Jack vollkommen besessen von Mark waren. Und da er viele Jahre später glücklich wurde, haben sie aus heiterem Himmel entschieden sein Leben nochmals zu ruinieren. Und bei Susans Entlassung natürlich nochmal. Ganz zu schweigen davon, dass Susan anscheinend aus Versehen niedergeschlagen wurde und danach betäubt, da man ja K.O. Tropfen immer in der Handtasche trägt. ...* Dies sind nur einige Beispiele, die mich dazu angeregt haben mir lieber ein eigenes realeres Ende für das Buch ausdenken. 

Bei der Sternevergabe musste ich mit mir hadern, da ich am liebsten nach dem Ende nur zwei Sterne vergeben hätte. Da mir jedoch der Anfang des Buches wirklich gut gefallen hat, habe ich mich für drei Sterne entschieden. Empfehle jedoch das Ende des Buches einfach auszulassen, wenn man keine übertriebenen Enden mag.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Geheimnis in Rot von Mavis Doriel Hay

Titel: Geheimnis in Rot 
Autor: Mavis Doriel Hay 
Erschienen am: 14.10.2017
ISBN: 9783608961898
Seitenzahl: 320 Seiten
Genre: Krimi und Thriller
Inhalt:
Der Familienpatriarch der Familie Melbury wird von seiner Familie erschossen vorgefunden. Und dies auch noch an Weihnachten. Während Tante Mildred es schon immer wusste, dass die jährlichen Familientreffen eine schlechte Idee sind, sind die anderen Familienmitglieder betroffen, haben aber alle gute Gründe ihn umgebracht zu haben. 
So muss der Ermittler in den fämiliären Angelegenheiten schnüffeln und die Gunst der Familienmitglieder gewinnen, um den Fall aufzuklären.

Meine Meinung:
Schon als ich das Cover sah, wollte ich das Buch lesen. Als ich es endlich in meinen Händen hielt, war ich umso überraschter, dass es mir allein durch das Erscheinungsbild noch mehr gefiel. Man merkt sofort, dass viel Liebe in die Gestaltung geflossen sein muss. Ein Stoffeinband, wie man ihn heutzutage selten findet, ein Lesebändchen und eine Zeichnung des Hauses, um sich während der Schilderungen besser zurechtzufinden, haben mich sofort für sich eingenommen.
Doch auch die Handlung des Buches konnte mich überzeugen. Ein Kriminalroman, welcher sich wirklich nur mit dem Fall beschäftigt, aber gleichzeitig einigen Klatsch der Familie einfließen lässt.  Dies alles in Tagebuchform verfasst, liest sich schnell und flüssig.
Die Geschichte spielt in den 30ern und schildert realistisch die Situation verschiedener Bevölkerungsschichten dieser Zeit. Natürlich muss man erwähnen, dass der Roman bereits 1936 in london unter dem Titel "The Santa Klaus Murder" erschienen ist und die Schilderungen der damaligen Zeit somit nicht näher kommen könnten.

Ein spannender Landhauskrimi, der einen in die Zeit der goldenen Zwanziger versetzt.

Samstag, 30. September 2017

Das blaue Medaillon von Martha Sophie Marcus

Titel: Das blaue Medaillon
Autorin: Martha Sophie Marcus 
Erschienen am: 25.08.2017
Verlag : Bastei Lübbe
ISBN: 9783404175642
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Historische Romane

Inhalt:
Alessas Leben nimmt einen anderen Weg, als kurz nacheinander ihre Tante und ihr Großvater sterben. Als dann auch noch ein Auftragsmörder, der ihren Großvater wegen eines Medaillons getötet hat, hinter ihr her ist, muss sie fliehen. Denn das Medaillon birgt den Zugang zu ihrem geheimnisvollen Erbe, welches ihre Elter ihr hinterlassen haben.
Um sicher zu ihrem Cousin nach Deutschland zu gelangen, schließt sie sich einer Schauspieltruppe an. Dabei kommen ihr ihre Fähigkeiten als Diebin zugute. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in der neuen Heimatstadt ihres Cousins wird ihr Medaillon geklaut. Immer wieder hastet sie hinter den neuen Besitzern des Medaillons hinterher, doch der Hauptmann, Arthur, kommt ihr auf die Spur. Doch gerade dieser hat ihr den Kopf verdreht.
Währenddessen macht sich der Mörder auf den Weg nach Deutschland, um seinen Job zu ende zu führen.

Meine Meinung:
Am Anfang hat die Geschichte rasant an Fahrt aufgenommen. Man wurde mit vielen Geheimnissen und einem gefährlichen Leben als Diebin in Venedig konfrontiert. Doch nahm die Spannung schnell ab, da die Reise nach Deutschland sehr ruhig verlief. Auch nach der Ankunft der Schauspieler verläuft es ruhig. So erlebt man Alessa bei Hofgesprächen und auf der kurzen Suche nach ihrem Cousin. Schnell und eher per Zufall trifft sie auf ihren Cousin, der ihr etwas zu schnell Vertrauen schenkt. Danach treffen sie sich nur noch einmal, dies finde ich sehr schade, da sie wegen ihm nach Deutschland gegangen ist und sehr schnell ihr Interesse an ihm verliert. Zum Ende hin fand ich es schade, dass sie keine Interaktionen und Gedanken an ihn verlor. Auch dachte sie viel zu selten an ihre verstorbenen Verwandten, bei deren Beerdigung sie nicht einmal anwesend war. Zwar wurde sie als starke Frau dargestellt, fehlten mir aber diesbezüglich die Emotionen, die irgendwann einfach hätten auftreten müssen.
Der Diebstahl des Medaillons hat mir gut gefallen, um die Geschichte ein wenig in Fahrt zu bringen. Doch verstehe ich nicht, warum sie sich nicht an den Hauptmann oder Herzog gewandt hat, die den Diebstahl sicher schnell geklärt hätten.
Zuletzt fand ich die Gefühle zwischen Alessa und den Hauptmann überspitzt dargestellt. Kaum lernen sie sich kennen, liegen sie sich auch schon in den Armen und sind unsterblich in einander verliebt. Mir hätte es gefallen, wenn ihre Liebe als Freundschaft begonnen hätte und sich dann zur Liebe entwickelt hätte.

Trotz vieler Kritikpunkte hat mir das Buch gefallen, da es am Schluss nochmal an Fahrt aufnahm und Spannung entstand.Schön fand ich auch die historischen Ereignisse, die im Schlusswort aufgegriffen wurden und dem Buch somit einen weiteren Hintergrund verliehen.

Dienstag, 19. September 2017

Nalia, Tochter der Elemente: 1.Der Jadedolch von Heather Demetrios

Titel: Nalia, Tochter der Elemente: 1.Der Jadedolch
Autorin: Heather Demetrios
Erschienen am: 13.10.2017
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
ISBN: 9783423432429
Seitenanzahl: 467 Seite
Genre: Fantasy
Inhalt:
Fern von ihrer Heimat,Ardjinna, ist die Dschinn, Nalia, an ihren Meister, Malek, gebunden. Zwei Wünsche hat sie ihm bereits gewährt, doch den dritten Wunsch will er nicht äußern. Trotz des Glamours und Luxus, den er ihr gewährt, will sie so schnell wie möglich fort von ihm und auf ihre Heimat zurückkehren, denn ihr Bruder ist in großer Gefahr. 
Dann taucht auch noch ein Dschinn, Raif, auf und verspricht ihr die Freiheit, wenn sie ihm und den Rebellen im Gegenzug hilft.
Nalia muss sich ihrer Vergangenheit und Gegenwart stellen und lernt sich dabei neu kennen.

Meine Meinung:
"1001 Nacht in Los Angeles" trifft es sehr gut. Ganz begeistert habe ich mich in das fantastische Los Angeles voller Dschinn begeben und mit Nalia mitgefiebert. Ab und an konnte ich ihre Handlungen und die Raifs nicht ganz nachvollziehen, doch dies macht meiner Meinung nach ein gutes Buch aus, denn die Charaktere sollten einen eigenen Willen haben, der den Leser hin und wieder überrascht. Dies traf auf Nalia und Raif vollkommen zu. Am liebsten hätte ich den zweiten Band gleich hinterher gelesen.
Auch Maleks Charakter hat mir sehr gut gefallen. Die verzwickten Gefühle Nalias konnte ich gut nachvollziehen. Sein Wechsel zwischen gut und böse und seine überraschte Herkunft, haben mich zwischen Sympathie und Anti-Sympathie springen lassen, sodass ich ab und zu nicht wusste, ob die Beziehung zwischen ihm und Nalia doch Zukunft haben könnte. Die sich anbahnenden Gefühle zwischen Nalia und Raif machten die Situation noch viel spannender. 
Die Handlungen rund um die Irfit und den Kampf um Ardjinna, fand ich sehr gelungen und habe mich über die kurzen Einblicke in die Vergangenheit immer sehr gefreut. Ich hoffe, dass der zweite Teil weitere Geheimnisse Ardjinnas preisgeben wird.

Montag, 11. September 2017

Palast der Finsternis von Stefan Bachmann

Titel: Palast der Finsternis 
Autor: Stefan Bachmann 
Erschienen am: 23.08.2017 
Verlag : Diogenes 
ISBN: 9783257300550
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Romane/ Fantasy

Inhalt:
Anouk entschließt sich ihre Familie zu verlassen und stattdessen auf eine geheimnisvolle Expedition in Frankreich zu gehen. Mit einigen anderen Jugendlichen soll sie den Schmetterlings-Palast erkunden. Doch bei ihrer Ankunft in dem prachtvollen Palast kommen ihr immer mehr Zweifel. Weshalb werden für ein solches Unternehmen Jugendlich ausgewählt und keine renommierten Wissenschaftler? Kurz darauf erleben die Jugendlichen im Palast das Abenteuer ihres Lebens.
Aurelie ist die älteste Tochter eines adligen Franzosen, der einen unterirdischen Palast erbauen lässt. Als die Revolution auch ihre Stadt erfasst, muss ihre Familie fliehen. Doch der unterirdischen Palast birgt viele Geheimnisse und Gefahren. Anstatt sich ihrem Schicksal zu ergeben, kämpft Aurelie um ein besseres Leben an der Oberfläche. 

Meine Meinung:
Mit viel Spannung beginnt das Buch, diese behält es bis zur letzten Seite bei. Immer mehr Fragen eröffnen sich dem Leser im Verlauf der Handlungen. Besonders schön ist das Zusammenspiel aus Gegenwart und Vergangenheit, da dadurch die Möglichkeit besteht Schlüsse zu ziehen und so die Geheimnisse während des Lesens aufzuklären. Der Schreibstil bleibt dabei die ganze Zeit über angenehm. Die Beschreibungen und Metaphern erzeugen die richtige Stimmung und lassen die erschreckenden Szenen im Palast Realität werden. Die Verbindung zwischen Elementen der Realität und Fantasy ist sehr gelungen. 
Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und vollziehen während der Geschehnisse eine nachvollziehbare Wandlung. Sodass es nicht schwer fällt ihren Gefühlen und ihren Entscheidungen zu folgen.
Ich kann die sehr spannende Geschichte rund um den Schmetterlings-Palast allen ans Herz legen.