Montag, 25. Juni 2018

1001 zauberhafter Wunsch von Ewa A.

 
1001 zauberhafter Wunsch von Ewa A.
Erschienen am: 04.04.2017
Verlag : Feelings
ISBN: 9783426216156
Seitenzahl: 504 Seiten
Genre: Fantasy
Kurzbeschreibung:
Shanli, Tochter eines verstorbenen Bäckers, ist nach dem Tod ihres Vater auf sich allein gestellt. Sie verliert den Marktplatz ihres Vaters, findet ihrer Ausmaße wegen keinen Ehemann und verliebt sich überflüssiger Weise auch noch in den Schah. Dieser richtet zeitgleich einen Wettbewerb aus, um eine Braut für sich zu finden. Doch hat die dicke Shanli eine Chance gegen die anderen Mädchen anzukommen und das Herz des Schahs zu erobern?
Als es so aussieht, als würde nie wieder alles gut werden, findet sie einen 400 Jahre alten Dschinn, der ihr all ihre Wünsche erfüllen kann. Doch auch jetzt scheint nicht alles leicht zu werden. Zwar kann er ihr beim Wettbewerb helfen, doch bringt er sie zugleich völlig Durcheinander.

Meine Meinung:
Mit viel Humor, Gefühl und Spannung erlebt man die Liebesgeschichte Shanlis. Gleichzeitig wird einem die Gefühlswelt einer zu dicken, jungen Frau näher gebracht, die unter ihrem Gewicht und den damit verbundenen sozialen Ausgrenzungen leidet.

Der Roman hat mir unglaublich gut gefallen. Die Geschichte ist nicht überaus überraschend, da es eine Liebesgeschichte ist und das Ende daher sehr hervorsehbar ist. Doch fand ich die Handlung im orientalischen Ambiente dennoch spannend mitzuverfolgen. Man erlebt Shanli und Navid auf ihren Abenteuern, während sie versuchen die Aufgaben des Schahs zu erfüllen, ohne dabei zu viel Magie zu verwenden. Genau diese Aufgaben bringen die Spannung mit sich. Immer wieder treffen sie auf Monster, Geister oder Magier, die ihnen mal gut mal böse gestimmt sind.

Shanli konnte ich zwar nicht immer nachvollziehen, auch war ihre Art etwas naiv und starrköpfig, doch genau dies machte sie so "fassbar". Sie war nicht die perfekte Protagonistin, sondern eine junge, verliebte Frau, die noch nicht auf ein eigenes, selbstständiges Leben vorbereitet war. So macht sie im Laufe der Geschichte Fehler, will das Herz des Schahs ohne Magie erobern, doch gleichzeitig kommen ihr Zweifel, die sie immer wieder von sich schiebt.

Navid, der Dschinn, hat mir ebenfalls gut gefallen. Seine Rolle wurde etwas hintergründig gehalten, da er dadurch "magischer" bleiben sollte. Man erfuhr nicht zu viel über ihn. Eher wurden immer wieder kleinen Häppchen zu seiner Identität preisgegeben. Sein charakterlicher Wandel ging mir jedoch etwas zu schnell, war jedoch nachvollziehbar dargestellt.

Die anderen Charaktere bleiben alle im Hintergrund und werden nicht näher erläutert. Jedoch hat mich dies nicht gestört, da es ja vordergründig um die Aufgaben des Schahs ging. Somit haben sie mir nicht wirklich gefehlt.

Alles in allem hat mir "das romantische Märchen" sehr gut gefallen. Ich kann es allen, die Lust auf eine Liebesgeschichte mit phantastischen Elementen haben, empfehlen.


Freitag, 15. Juni 2018

Oasis - die letzte Oase: 1.Die letzten Menschen von Dima Zales

Oasis - die letzte Oase: 1.Die letzten Menschen von Dima Zales
Erschienen am: 15.07.2016
Verlag : Mozaika Publications
ISBN: 9781631421723
Seitenanzahl: 458 Seiten
Genre: Science Fiction
Kurzbeschreibung:
Das Goo hat die ganze Welt verschlungen, einzig ein kleines Fleckchen Erde ist noch übrig. Hier haben sich die letzten Menschen versammelt und leben fernab von Krankheit, Angst, Alter und Liebe. Als Theo eine Stimme in seinem Kopf hört, verändert sich seine Wahrnehmung. Langsam erkennt er die Fehler in der Gesellschaft und versucht zusammen mit der Unbekannten das Geheimnis hinter allem um sie herum aufzudecken.

Meine Meinung:
Humorvoll erzählt der Autor die Geschichte Theos in einer fernen und paradoxen Zukunft. Die Technik ablehnende Gesellschaft, die doch zugleich ihr gesamtes Leben von dieser bestimmen lässt, die Gefahr von künstlicher Intelligenz und das Streben nach Perfektion sind Themen die angesprochen werden und die dystophische Welt prägen.

Theo ist ein gut ausgearbeiteter Charakter, der nicht in die Gesellschaft zu passen scheint und sich gut als Hauptcharakter eignet. Er ist abenteuerlustig und mutig, doch gleichzeitig freundlich und auf das beste für seine Mitmenschen ausgerichtet. Kleine Momente, in denen er mit sich hadert und menschliche Fehler zeigt, machen ihn jedoch "fassbar". Auch die Stimme in seinem Kopf ist gut ausgearbeitet und hebt immer wieder die Spannung.
Zwar werden die anderen Charaktere nicht stark herausgehoben, sondern eher im Hintergrund gehalten, doch schadet dies nicht dem Verlauf.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Von Anfang an war die Geschichte spannend mitzuverfolgen und ich konnte es kaum aus den Händen legen. Die kleinen witzigen Einschübe haben die dystophische Welt aufgeheitert und zusätzlich aufgewertet. 


Mittwoch, 6. Juni 2018

Mord nach Strich und Faden von Frances Brody

Mord nach Strich und Faden von Frances Brody
Erschienen am: 25.05.2018
Verlag : Bastei Lübbe
ISBN: 9783404176861
Seitenzahl: 432 Seiten

Kurzbeschreibung: 
Kate entschließt sich nach dem Ende des ersten Weltkriegs nach verschwundenen Soldaten zu suchen. Nicht zuletzt, weil ihr Mann als verschollen gilt. Als Tabitha, eine alte Bekannte aus dem Krieg, an sie tritt und sie darum bittet nach ihrem Vater zu suchen, ist Kate unsicher, ob sie annehmen soll. Den diesmal handelt es sich um einen erst nach dem Krieg vermissten Webereibesitzer. Doch schließlich macht sie sich mit Sykes, einem Expolizisten, auf die Suche. 
In dem kleinem Ort angekommen merkt sie schnell, dass nicht jeder am Auffinden des Mannes interessiert ist und dann geschehen zusätzlich zwei Morde. 

Meine Meinung:
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es ließ auf eine interessante und historische Kriminalgeschichte hoffen. Letzteres traf zwar zu, doch fand ich die Handlung alles in allem eher "plätschernd".

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und enthält viele Beschreibungen, sodass die Umgebung oft gut geschildert wird. Doch sind die Personen nur oberflächlich und blass beschrieben. Ich konnte keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen. Auch gab es zu viele Namen, der Wechsel zwischen Vor- und Nachnamen kam leider ebenfalls hinzu, sodass ich schnell den Überblick verlor.
Genauso erging es mir mit Kate. Sie war keine gute Ermittlerin und man konnte sich nicht wirklich in sie hineinversetzten.

Alles in allem wurde nicht sas ganze Potential der Geschichte ausgeschöpft. Das Ende wirkte abgehackt und zu schnell erzählt, sowie die Ermittlungen fast nur auf den letzten 100 Seiten stattfanden. Wobei man diese nicht wirklich als Ermittlungen bezeichnen kann, da Kate einfach zu langsam, zu passiv und behebig war.