Samstag, 30. September 2017

Das blaue Medaillon von Martha Sophie Marcus

Titel: Das blaue Medaillon
Autorin: Martha Sophie Marcus 
Erschienen am: 25.08.2017
Verlag : Bastei Lübbe
ISBN: 9783404175642
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Historische Romane

Inhalt:
Alessas Leben nimmt einen anderen Weg, als kurz nacheinander ihre Tante und ihr Großvater sterben. Als dann auch noch ein Auftragsmörder, der ihren Großvater wegen eines Medaillons getötet hat, hinter ihr her ist, muss sie fliehen. Denn das Medaillon birgt den Zugang zu ihrem geheimnisvollen Erbe, welches ihre Elter ihr hinterlassen haben.
Um sicher zu ihrem Cousin nach Deutschland zu gelangen, schließt sie sich einer Schauspieltruppe an. Dabei kommen ihr ihre Fähigkeiten als Diebin zugute. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in der neuen Heimatstadt ihres Cousins wird ihr Medaillon geklaut. Immer wieder hastet sie hinter den neuen Besitzern des Medaillons hinterher, doch der Hauptmann, Arthur, kommt ihr auf die Spur. Doch gerade dieser hat ihr den Kopf verdreht.
Währenddessen macht sich der Mörder auf den Weg nach Deutschland, um seinen Job zu ende zu führen.

Meine Meinung:
Am Anfang hat die Geschichte rasant an Fahrt aufgenommen. Man wurde mit vielen Geheimnissen und einem gefährlichen Leben als Diebin in Venedig konfrontiert. Doch nahm die Spannung schnell ab, da die Reise nach Deutschland sehr ruhig verlief. Auch nach der Ankunft der Schauspieler verläuft es ruhig. So erlebt man Alessa bei Hofgesprächen und auf der kurzen Suche nach ihrem Cousin. Schnell und eher per Zufall trifft sie auf ihren Cousin, der ihr etwas zu schnell Vertrauen schenkt. Danach treffen sie sich nur noch einmal, dies finde ich sehr schade, da sie wegen ihm nach Deutschland gegangen ist und sehr schnell ihr Interesse an ihm verliert. Zum Ende hin fand ich es schade, dass sie keine Interaktionen und Gedanken an ihn verlor. Auch dachte sie viel zu selten an ihre verstorbenen Verwandten, bei deren Beerdigung sie nicht einmal anwesend war. Zwar wurde sie als starke Frau dargestellt, fehlten mir aber diesbezüglich die Emotionen, die irgendwann einfach hätten auftreten müssen.
Der Diebstahl des Medaillons hat mir gut gefallen, um die Geschichte ein wenig in Fahrt zu bringen. Doch verstehe ich nicht, warum sie sich nicht an den Hauptmann oder Herzog gewandt hat, die den Diebstahl sicher schnell geklärt hätten.
Zuletzt fand ich die Gefühle zwischen Alessa und den Hauptmann überspitzt dargestellt. Kaum lernen sie sich kennen, liegen sie sich auch schon in den Armen und sind unsterblich in einander verliebt. Mir hätte es gefallen, wenn ihre Liebe als Freundschaft begonnen hätte und sich dann zur Liebe entwickelt hätte.

Trotz vieler Kritikpunkte hat mir das Buch gefallen, da es am Schluss nochmal an Fahrt aufnahm und Spannung entstand.Schön fand ich auch die historischen Ereignisse, die im Schlusswort aufgegriffen wurden und dem Buch somit einen weiteren Hintergrund verliehen.

Dienstag, 19. September 2017

Nalia, Tochter der Elemente: 1.Der Jadedolch von Heather Demetrios

Titel: Nalia, Tochter der Elemente: 1.Der Jadedolch
Autorin: Heather Demetrios
Erschienen am: 13.10.2017
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
ISBN: 9783423432429
Seitenanzahl: 467 Seite
Genre: Fantasy
Inhalt:
Fern von ihrer Heimat,Ardjinna, ist die Dschinn, Nalia, an ihren Meister, Malek, gebunden. Zwei Wünsche hat sie ihm bereits gewährt, doch den dritten Wunsch will er nicht äußern. Trotz des Glamours und Luxus, den er ihr gewährt, will sie so schnell wie möglich fort von ihm und auf ihre Heimat zurückkehren, denn ihr Bruder ist in großer Gefahr. 
Dann taucht auch noch ein Dschinn, Raif, auf und verspricht ihr die Freiheit, wenn sie ihm und den Rebellen im Gegenzug hilft.
Nalia muss sich ihrer Vergangenheit und Gegenwart stellen und lernt sich dabei neu kennen.

Meine Meinung:
"1001 Nacht in Los Angeles" trifft es sehr gut. Ganz begeistert habe ich mich in das fantastische Los Angeles voller Dschinn begeben und mit Nalia mitgefiebert. Ab und an konnte ich ihre Handlungen und die Raifs nicht ganz nachvollziehen, doch dies macht meiner Meinung nach ein gutes Buch aus, denn die Charaktere sollten einen eigenen Willen haben, der den Leser hin und wieder überrascht. Dies traf auf Nalia und Raif vollkommen zu. Am liebsten hätte ich den zweiten Band gleich hinterher gelesen.
Auch Maleks Charakter hat mir sehr gut gefallen. Die verzwickten Gefühle Nalias konnte ich gut nachvollziehen. Sein Wechsel zwischen gut und böse und seine überraschte Herkunft, haben mich zwischen Sympathie und Anti-Sympathie springen lassen, sodass ich ab und zu nicht wusste, ob die Beziehung zwischen ihm und Nalia doch Zukunft haben könnte. Die sich anbahnenden Gefühle zwischen Nalia und Raif machten die Situation noch viel spannender. 
Die Handlungen rund um die Irfit und den Kampf um Ardjinna, fand ich sehr gelungen und habe mich über die kurzen Einblicke in die Vergangenheit immer sehr gefreut. Ich hoffe, dass der zweite Teil weitere Geheimnisse Ardjinnas preisgeben wird.

Montag, 11. September 2017

Palast der Finsternis von Stefan Bachmann

Titel: Palast der Finsternis 
Autor: Stefan Bachmann 
Erschienen am: 23.08.2017 
Verlag : Diogenes 
ISBN: 9783257300550
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Romane/ Fantasy

Inhalt:
Anouk entschließt sich ihre Familie zu verlassen und stattdessen auf eine geheimnisvolle Expedition in Frankreich zu gehen. Mit einigen anderen Jugendlichen soll sie den Schmetterlings-Palast erkunden. Doch bei ihrer Ankunft in dem prachtvollen Palast kommen ihr immer mehr Zweifel. Weshalb werden für ein solches Unternehmen Jugendlich ausgewählt und keine renommierten Wissenschaftler? Kurz darauf erleben die Jugendlichen im Palast das Abenteuer ihres Lebens.
Aurelie ist die älteste Tochter eines adligen Franzosen, der einen unterirdischen Palast erbauen lässt. Als die Revolution auch ihre Stadt erfasst, muss ihre Familie fliehen. Doch der unterirdischen Palast birgt viele Geheimnisse und Gefahren. Anstatt sich ihrem Schicksal zu ergeben, kämpft Aurelie um ein besseres Leben an der Oberfläche. 

Meine Meinung:
Mit viel Spannung beginnt das Buch, diese behält es bis zur letzten Seite bei. Immer mehr Fragen eröffnen sich dem Leser im Verlauf der Handlungen. Besonders schön ist das Zusammenspiel aus Gegenwart und Vergangenheit, da dadurch die Möglichkeit besteht Schlüsse zu ziehen und so die Geheimnisse während des Lesens aufzuklären. Der Schreibstil bleibt dabei die ganze Zeit über angenehm. Die Beschreibungen und Metaphern erzeugen die richtige Stimmung und lassen die erschreckenden Szenen im Palast Realität werden. Die Verbindung zwischen Elementen der Realität und Fantasy ist sehr gelungen. 
Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und vollziehen während der Geschehnisse eine nachvollziehbare Wandlung. Sodass es nicht schwer fällt ihren Gefühlen und ihren Entscheidungen zu folgen.
Ich kann die sehr spannende Geschichte rund um den Schmetterlings-Palast allen ans Herz legen.